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Michael Laschitza

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FunnelCockpit Erfahrungen: Warum ich das Tool nicht mehr nutze

Screenshot des FunnelCockpit Dashboards, überlagert von einem großen roten Stempel "AUSSTIEG" und einer winkenden Hand. Symbolbild für das Ende meiner vierjährigen FunnelCockpit Erfahrungen.

Wer im Online-Business startet, sucht die Abkürzung und genau so begannen auch meine ersten FunnelCockpit Erfahrungen. Ich suchte nach einer echten Erleichterung. Keine Lust auf Plugin-Chaos, keine Lust auf komplizierte Schnittstellen. In dieser Phase war FunnelCockpit für mich das erste Tool auf dem Radar. Es versprach die Unabhängigkeit von Drittanbietern: Drag-and-drop-Funnel, fertige Vorlagen, E-Mail-Marketing und Mitgliederbereich, alles an einem Ort.

Ich habe das Tool lange genutzt. Ich habe damit meine ersten Marketing-Funnels gebaut und Prozesse abgebildet. Heute nutze ich es nicht mehr. Dieser Artikel ist keine Abrechnung. FunnelCockpit ist technisch solide, die Seiten sind responsive und die Bedienung ist intuitiv. Doch es existiert eine strategische Grenze. Wenn du vor der Entscheidung stehst, dein gesamtes Business auf dieses Fundament zu stellen, solltest du wissen, wann aus Bequemlichkeit eine teure Sackgasse wird.


Der Reiz der Bequemlichkeit und sein Preis

Der größte Vorteil von FunnelCockpit war für mich anfangs die totale Entlastung. Du denkst: „Ich habe hier alles. Ich brauche kein weiteres Tool.“ Webseiten, Marketing-Funnels, Vorlagen und E-Mail-Marketing, alles in einem Dashboard. Es ist das Versprechen, dass du dich nie wieder mit Schnittstellen oder verschiedenen Anbietern herumschlagen musst.

Doch Bequemlichkeit hat im digitalen Raum immer einen Preis: Abhängigkeit. Indem ich mein Business auf FunnelCockpit aufbaute, mietete ich meine digitale Existenz. Ich besaß mein Fundament nicht selbst. Solange ich mich innerhalb dieser Leitplanken bewegte, war alles in Ordnung. Sobald ich aber individuelle Lösungen brauchte oder die volle Kontrolle über meine Daten wollte, fingen meine Probleme an.


Konkrete Hürden im Alltag: Warum ich an Grenzen stieß

Es gab keinen einzelnen Moment, in dem ich beschloss zu gehen. Es war ein schleichender Prozess aus kleinen Frustrationen, die sich zu einer strategischen Entscheidung summierten.

1. Die SEO-Glaskuppel

FunnelCockpit bewirbt seine SEO-Tools ausdrücklich: „Du möchtest bei Google gefunden werden? Nutze unsere SEO-Tools.“ Das stimmt auch: Die Seiten sind responsive und technisch sauber aufgebaut. Für die meisten Marketing-Zwecke reicht das völlig aus. Die „Glaskuppel“ bemerkst du erst, wenn du absolute Kontrolle willst. Wer technische Feinheiten bis ins letzte Detail optimieren will (z. B. Server-Caching oder tiefgreifende Datenbank-Strukturen), stößt an die Systemgrenzen. Es ist kein schlechtes SEO, es ist ein SEO innerhalb eines vorgegebenen Rahmens.

2. Design-Konformität statt Marken-Identität

Der Pagebuilder funktioniert einwandfrei. Aber er produziert Seiten, denen du ihre Herkunft ansiehst. Im Marketing-Kosmos erkennst du diesen typischen „Funnel-Look“ sofort. Er ist funktional, aber er ist austauschbar. Wenn du eine Marke aufbauen willst, die sich durch ein absolut einzigartiges Nutzererlebnis abhebt, wird das Tool zum Korsett. Ich wollte eine Webseite, die meine Identität widerspiegelt, und keinen Baukasten, der mich zwingt, innerhalb der Vorlagen-Logik zu bleiben.

3. Die Migrationsangst und die Sunk Cost Fallacy

Diesen Punkt unterschätzt du leicht, bis es zu spät ist. Ein geschlossenes System macht den Auszug extrem schwer. Du kannst deine mühsam erstellten Funnels nicht einfach exportieren. Ein Wechsel bedeutet fast immer einen kompletten Neuaufbau. Diese Sunk Cost Fallacy sorgt dafür, dass du an Dingen festhältst, nur weil du schon Zeit und Geld investiert hast, egal, ob es noch Sinn ergibt. Über diesen psychologischen Mechanismus und die brutale Wahrheit hinter dem Online-Business habe ich bereits in Nach 4 Jahren Online-Business: Warum ich 3 Jahre lang die bequeme Lüge geglaubt habe geschrieben. Ich wollte diese Abhängigkeit nicht mehr. Ich wollte die Gewissheit, dass mein Content mir gehört und ich jederzeit damit umziehen kann, ohne bei Null anfangen zu müssen.


Die Verführung des All-in-One-Versprechens

Mein Problem war nicht das Tool an sich, sondern meine Strategie. Ich habe auf Rat von außen ein externes E-Mail-System (Quentn) genutzt, während ich für das Gesamtpaket von FunnelCockpit voll bezahlt habe.

Warum ich mich damals für diesen Weg entschieden habe und wie das Tool im Detail abschneidet, liest du hier: Quentn im Test: Meine Erfahrungen mit dem deutschen E-Mail-Marketing-Tool.

Das Kuriose: Ich habe das interne E-Mail-System von FunnelCockpit nie getestet. Ich bin direkt zweigleisig gefahren, weil mir das damals in einem Mentoring so empfohlen wurde. Das Ergebnis war eine monatliche Fixkosten-Belastung von fast 100 Euro, die am Anfang in keinem Verhältnis zum Ertrag stand. Wenn du ein All-in-One-Tool kaufst, aber die Kernfunktionen extern auslagerst, verbrennst du Geld. Punkt. Die Verführung, alles an einem Ort zu haben, wird dann zum teuren Luxusgut, das die Marge frisst


Für wen FunnelCockpit trotzdem die richtige Wahl ist

Trotz meines Wechsels bleibt FunnelCockpit für bestimmte Szenarien eine sinnvolle Lösung. Es gibt eine klare Zielgruppe, für die das Tool unschlagbar ist.

Die Fokus-Strategen (Technik-Hasser)

Wenn du dich zu 100 % auf Marketing und Verkauf konzentrieren willst und Technik für dich nur ein notwendiges Übel ist, liefert FunnelCockpit ab. Du bekommst ein stabiles System, das funktioniert. In diesem Fall ist die Einschränkung der Freiheit ein fairer Tausch gegen die gewonnene Zeit. Wie dieser Einstieg konkret aussieht, liest du hier: FunnelCockpit Erfahrungen: Was Anfänger erwartet.

Die Schnellstarter im Testmodus

Willst du eine Idee innerhalb von 48 Stunden am Markt validieren, ohne dich mit WordPress-Hosting oder Plugin-Konfigurationen aufzuhalten? Dann ist das Tool genial. Du baust einen schnellen Funnel, nutzt die responsive Vorlage und weißt nach drei Tagen, ob dein Angebot funktioniert.

Der Solo-Unternehmer mit Fokus auf Conversion

Wer sein Business darauf ausrichtet, Besucher ohne Umwege in Kunden zu verwandeln, findet hier ein hocheffizientes System. Wenn die Seite als reiner Verkaufsmechanismus dient und technische Experimente zweitrangig sind, liefert FunnelCockpit genau die Infrastruktur, die für den reibungslosen Betrieb nötig ist.


Fazit: Deine Wahl zwischen Komfort und Unabhängigkeit

Mein Ausstieg war die logische Konsequenz aus meinem Drang nach Freiheit. Ich wollte meine digitale Infrastruktur nicht länger nur mieten, ich wollte sie besitzen. Das ist meine persönliche Entscheidung für mein Business, ohne Kompromisse.

Ob das System für dich passt, hängt allein von deinen Zielen ab:

FunnelCockpit ist die richtige Basis für dich, wenn:

  • Du das All-in-One-Prinzip liebst: Du willst Pagebuilder, E-Mail-System und Vorlagen aus einer Hand nutzen, ohne dich mit externen Tools zu verzetteln.
  • Du auf Geschwindigkeit setzt: Du nutzt die fertigen, responsiven Vorlagen, die FunnelCockpit als Kernkompetenz anbietet, um ohne technisches Vorwissen live zu gehen.
  • Du Technik-Administration hasst: Du suchst eine schlüsselfertige Lösung, bei der du dich um das technische Fundament (Server, Updates, Datenbanken) keine Sekunde kümmern musst.

Lass die Finger davon (oder zieh den Wechsel durch), wenn:

  • Du die totale Unabhängigkeit willst: Das ist der wichtigste Punkt. Wenn du die volle Kontrolle über deine Daten und deine Technik willst, ist ein geschlossenes System eine Sackgasse.
  • Du für Funktionen zahlst, die du längst auslagerst: Wenn du bereits Profi-Tools wie Quentn nutzt, verbrennst du jeden Monat Geld für ein Paket, das du nur noch zur Hälfte brauchst.
  • Deine Marke ein individuelles Gesicht braucht: Wenn du dich vom typischen Einheits-Look der Funnel-Vorlagen lösen willst und ein Design suchst, das deine eigene Handschrift trägt.

Mach dir dein eigenes Bild: Jedes Business ist anders. Nur weil ich mich für die totale Unabhängigkeit entschieden habe, musst du das nicht auch tun. Wenn du gerade am Anfang stehst und wissen willst, ob dieses All-in-One-System deine Arbeit erleichtert, teste es selbst und bilde dir dein eigenes Urteil: Hier kannst du Funnel Cockpit unverbindlich testen.


FAQ – Häufig gestellte Fragen

1. Ist FunnelCockpit für Anfänger geeignet?

Es ist sogar eine der einsteigerfreundlichsten Lösungen auf dem Markt. Da das Tool die technische Last (wie Hosting und SSL-Zertifikate) komplett übernimmt, bleibt mehr Zeit für das eigentliche Business. Wer Technik hasst, findet hier einen sicheren Hafen.

2. Wie steht es um die SEO-Funktionen und den Blog bei FunnelCockpit?

FunnelCockpit hat hier massiv nachgelegt. Das System bietet nicht nur die klassischen SEO-Einstellungen für Metadaten und schnelle, responsive Seiten, sondern mittlerweile auch eine integrierte Blog-Funktion. Damit lässt sich organisches Marketing direkt im System umsetzen. Für die meisten Unternehmer ist das absolut ausreichend. Mein Ausstieg hatte nichts mit fehlenden SEO-Möglichkeiten zu tun, sondern mit meinem persönlichen Wunsch nach uneingeschränkter technischer Kontrolle über jeden einzelnen Aspekt meiner Datenbanken und Server-Strukturen.

3. Kann ich meine Daten aus Funnel Cockpit exportieren?

Kontakte und Verkaufsdaten lassen sich exportieren. Die gebauten Seiten, Funnels und Mitgliederbereiche hingegen nicht. Ein Umzug bedeutet in der Regel, das gesamte Design und die Struktur auf einer neuen Plattform manuell nachzubauen.

4. Ist Funnel Cockpit zu teuer?

Im Vergleich zur Einzelbuchung verschiedener Tools (Hosting, Pagebuilder, Mitgliederbereich, E-Mail-Marketing) ist es preislich oft attraktiv. Du zahlst jedoch nicht nur mit Geld, sondern mit deiner Abhängigkeit vom Anbieter.

5. Warum bist du gewechselt, obwohl das System solide ist?

Der Wechsel war keine Entscheidung gegen die Qualität von FunnelCockpit, sondern eine Entscheidung für meine totale Unabhängigkeit. Ich wollte mein Business auf einem Fundament aufbauen, das mir zu 100 % selbst gehört, statt meine digitale Existenz dauerhaft zu mieten. Zudem wollte ich die Kostenfalle beenden: Ich habe den vollen Preis für ein All-in-One-Paket gezahlt, während ich Kernfunktionen wie das E-Mail-Marketing bereits über spezialisierte Profi-Tools wie Quentn abgewickelt habe.

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