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Michael Laschitza

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Krisen als Chance: Wachstum durch Rückschläge

Krisen als Chance – Warum Rückschläge oft der Anfang von Wachstum sind

Sind Krisen wirklich Chancen oder nur ein Motivations-Spruch? Nach mehreren persönlichen Rückschlägen kann ich sagen: Beides. Krisen sind schmerzhaft, können aber Wendepunkte werden, wenn du bereit bist hinzusehen

Ich nehme dich in diesem Artikel mit in einen Real Talk über Krisen, Rückschläge und das, was wirklich dahintersteckt.


Warum wir Krisen am liebsten verdrängen

Niemand sucht sich eine Krise aus. Ob Jobverlust, Krankheit, eine gescheiterte Beziehung oder finanzielle Schwierigkeiten: Krisen treffen uns oft unerwartet. Und sie sind in der Regel mit Schmerz, Unsicherheit und Angst verbunden.

Genau deshalb ist der Satz „Krise als Chance“ für viele schwer zu ertragen. Denn in dem Moment, in dem du mittendrin steckst, fühlt sich nichts an wie eine Chance. Es fühlt sich an wie Kontrollverlust.


Was Menschen meinen, wenn sie von Chancen reden

Die Idee, Krisen als Chance zu sehen, kommt ursprünglich aus der Psychologie und Resilienzforschung. Dort geht es darum, dass Krisen uns zwingen, unsere Routinen zu hinterfragen. Sie fordern uns heraus, Dinge neu zu denken.

  • Ein Jobverlust zwingt dich vielleicht, neue Fähigkeiten zu lernen.
  • Eine Krankheit zeigt dir, wie wichtig Selbstfürsorge ist.
  • Eine gescheiterte Beziehung macht deutlich, wo deine eigenen Grenzen liegen.

Das bedeutet nicht, dass die Krise selbst gut ist. Aber sie kann ein Auslöser für Veränderungen sein, die sonst nicht passiert wären.


Warum der Satz so oft falsch verwendet wird

In der Welt von Coaching und Selbstoptimierung wird „Krise als Chance“ leider oft als Floskel missbraucht. Da wird so getan, als müsstest du nur „positiv denken“ und schon wird alles gut.

Doch das ist nicht Real Talk. Eine Krise ist erstmal nur eins: eine Krise.
Sie tut weh. Sie macht Angst. Sie ist unbequem.

Die Chance entsteht nicht automatisch. Sie entsteht nur dann, wenn du bereit bist, sich mit der Situation auseinanderzusetzen, daraus zu lernen und Konsequenzen zu ziehen.


Rückschläge als Wendepunkte

Ich habe selbst erlebt, wie Rückschläge mein Leben geprägt haben. Es waren Momente, in denen ich am liebsten aufgegeben hätte. Doch im Rückblick sehe ich: Genau diese Rückschläge haben mir gezeigt, wer ich bin, was ich wirklich will und was nicht mehr funktioniert.

Im Moment selbst war das alles andere als angenehm. Aber gerade dort, wo ich dachte „Jetzt ist alles vorbei“, lag die Möglichkeit, einen neuen Weg einzuschlagen.

Falls du mehr über meinen eigenen Weg durch Krisen und Neuanfänge erfahren möchtest: In meinem Buch Aufgeben? Keine Option! erzähle ich genau davon.


Warum Wachstum durch Rückschläge möglich ist

Rückschläge haben ein paar Eigenschaften, die sie, im Nachhinein, zu Katalysatoren für Wachstum machen:

  1. Sie brechen Routinen.
    Plötzlich geht der alte Weg nicht mehr. Du musst handeln.
  2. Sie zwingen zur Reflexion.
    Was will ich eigentlich? Was passt wirklich zu mir?
  3. Sie zeigen dir Grenzen.
    Du lernst, wo du dich überforderst und wo du mehr aushalten kannst, als du dachtest.
  4. Sie machen dich widerstandsfähiger.
    Wer einmal gestürzt ist und wieder aufsteht, weiß, dass er es nochmal kann.

Krisen als Chance – ja, aber nicht sofort

Es ist wichtig zu sagen: Die Chance zeigt sich fast nie im Moment der Krise.
Da ist alles Chaos, Schmerz, Unsicherheit. Erst mit Abstand und Reflexion kannst du erkennen, was du daraus ziehen kannst.

Das bedeutet auch: Niemand sollte gezwungen werden, sofort „etwas Positives“ zu sehen. Der Satz „Krise als Chance“ darf nicht zur Zwangsoptimierung werden.


Wie du mit Krisen umgehen kannst (ohne Floskeln)

Ich will dir keine Schritt-für-Schritt-Anleitung geben, die gibt es nicht. Aber aus meiner Erfahrung und aus der Resilienzforschung (z. B. am Leibniz-Institut für Resilienzforschung in Mainz) lässt sich ableiten, dass bestimmte Haltungen besonders stabilisierend wirken, besonders in stürmischen Zeiten. Zum Beispiel:

  • Akzeptiere, dass es weh tut. Schmerz ist real und darf da sein.
  • Nimm dir Zeit. Veränderungen brauchen Raum.
  • Suche Austausch. Mit Menschen, die zuhören, statt dir schnelle Lösungen zu verkaufen.
  • Frage: Was will ich wirklich? Manchmal zeigt eine Krise, dass der alte Weg nicht mehr passt.
  • Handle in kleinen Schritten. Wachstum passiert selten in Riesensprüngen.

Persönliche Erfahrung: Was ich erfahren habe

Ich habe erlebt, wie schnell man in Motivations-Sprech und falsche Hoffnungen abrutschen kann. In vielen Coaching-Programmen hörte ich Sätze wie: „Rückschläge sind nur Feedback.“ Klingt schön, aber wer mitten in einer Krise steckt, für den fühlt sich das wie blanker Zynismus an.

In meinem Leben gab es Phasen, in denen ich wirklich nicht wusste, wie es weitergeht. Heute sage ich nicht: „Zum Glück!“, sondern: „Es war hart, aber ich habe darin etwas gefunden, das mich wachsen ließ.“

Wenn dich interessiert, warum ich mich mit solchen Themen beschäftige: Auf meiner Über-mich-Seite erzähle ich, was mich antreibt.


Krisen in der Gesellschaft: Nicht nur privat

Krisen betreffen nicht nur Einzelne. Auch ganze Gesellschaften erleben sie: Wirtschaftskrisen, Pandemien, politische Umbrüche.

Die Corona-Krise zum Beispiel hat vielen gezeigt, wie brüchig vermeintlich sichere Strukturen sind. Gleichzeitig sind neue Formen von Arbeit, Solidarität und Zusammenhalt entstanden.

Auch hier gilt: Die Krise selbst war nicht „gut“. Aber sie hat Veränderungen erzwungen, die ohne sie nicht denkbar gewesen wären.


Häufige Fragen zu Krisen und Wachstum

Soll ich mich über Krisen freuen?
Nein. Krisen sind schmerzhaft und dürfen weh tun. Die Chance entsteht erst später durch Reflexion.

Wie lange dauert es, bis ich aus einer Krise lernen kann?
Das ist sehr individuell. Manchmal Jahre. Lass dir Zeit und setze dich nicht unter Druck.

Was, wenn ich keine Chance in meiner Krise sehe?
Das ist normal. Nicht jede Krise führt zu Wachstum. Manchmal ist Überleben schon genug.


Fazit: Krisen sind unbequem, aber oft der Anfang von etwas Neuem

Krisen sind kein Geschenk. Sie sind unbequem, schmerzhaft, herausfordernd. Aber sie können zum Ausgangspunkt für Wachstum werden, wenn du bereit bist, sie anzunehmen, hinzusehen und neue Wege zu gehen.

Krisen als Chance bedeutet nicht: „Alles wird gut.“ Es bedeutet: „Auch im Chaos kann etwas entstehen, das dich weiterbringt.“


FAQ – Häufig gestellte Fragen

1. Was bedeutet „Krise als Chance“ wirklich?

Nicht, dass Krisen schön sind oder du dich darüber freuen sollst. Es heißt, dass du durch Rückschläge gezwungen wirst, Dinge neu zu denken und daraus langfristig wachsen kannst.

2. Muss ich in jeder Krise etwas Positives sehen?

Nein. Der Satz wird oft missbraucht. Schmerz und Chaos gehören dazu. Die Chance zeigt sich meist erst später, wenn du reflektierst und verstehst, was sich verändern muss.

3. Wie kann ich mit einer Krise umgehen, ohne in Motivationsfloskeln zu verfallen?

Akzeptiere den Schmerz, nimm dir Zeit und such ehrlichen Austausch. Kein „Positiv Denken“-Zwang, sondern echte Reflexion. Wachstum beginnt da, wo du ehrlich mit dir wirst.

4. Wie lange dauert es, bis du aus einer Krise lernst?

So lange, wie es dauert. Es gibt keinen festen Zeitplan. Manche Krisen brauchen Wochen, andere Jahre. Wichtig ist, dass du dir Raum gibst, statt Druck zu machen.

5. Führt jede Krise automatisch zu Wachstum?

Nein. Nur wenn du bereit bist, hinzuschauen, Verantwortung zu übernehmen und aus der Situation zu lernen. Manche Krisen verändern dich, andere zeigen dir nur, wo deine Grenzen sind.

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